Metas neues KI‑Team gilt intern als „seelenzerstörender Gulag“
Metas neues „Applied AI“-Team sorgt intern für einen massiven Aufstand. Rund 6.500 unfreiwillig versetzte Entwickler berichten von monotoner, seelenzerstörender Arbeit, Überwachung durch Tracking‑Software und einem Arbeitsumfeld, das Insider als „Gulag“ bezeichnen. Die Stimmung eskaliert – bis hin zu Wutausbrüchen in internen Livestreams.
Einleitung: Warum Metas KI‑Strategie jetzt zum PR‑Desaster wird
Meta wollte mit der neuen Abteilung Applied AI eigentlich die Qualität seiner KI‑Modelle verbessern. Doch stattdessen entwickelt sich das Team zu einem der größten internen Krisenherde des Konzerns. Mitarbeiter sprechen offen von Zwangsversetzung, Überwachung und sinnentleerter Arbeit – ein toxischer Mix, der nun weltweit Schlagzeilen macht.
6.500 Entwickler zwangsversetzt – „Draftees“ statt Freiwillige
Laut mehreren Berichten wurden rund 6.500 Entwickler und Produktmanager ohne Wahlmöglichkeit in die neue KI‑Einheit versetzt. Die Alternative: Team beitreten oder kündigen. Viele Betroffene bezeichnen sich intern als „Draftees“ – Zwangsrekrutierte.
Die Aufgaben gelten als extrem monoton:
- Erstellen von Programmier‑Rätseln
- Generieren von Routine‑Coding‑Aufgaben
- Testen von KI‑Modellen mit repetitiven Szenarien
Ein Mitarbeiter beschreibt die Arbeit drastisch:
„Es ist buchstäblich der Gulag.“
„Seelenzerstörend“: Wut, Frust und ein Eklat im Livestream
Die Stimmung eskalierte, als ein Mitarbeiter während einer internen Präsentation live ausrastete und einen leitenden KI‑Manager als „Stück Scheiße“ bezeichnete.
Dieser Vorfall ist laut Insidern nur die Spitze des Eisbergs:
- Viele fühlen sich degradiert
- Hochqualifizierte Entwickler erledigen Tätigkeiten, die eher an Niedriglohn‑Jobs erinnern
- Die Arbeit wird als „seelenzerstörend“ beschrieben
Überwachung sorgt für zusätzlichen Aufruhr
Parallel zur Umstrukturierung führte Meta ein internes Überwachungsprogramm ein, das Klicks und Tastatureingaben der Mitarbeiter aufzeichnet, um zusätzliche Trainingsdaten zu generieren.
Die Reaktion:
- Über 1.600 Mitarbeiter unterzeichneten eine Petition gegen das Programm
- Meta musste erste Zugeständnisse machen, etwa eine Pausenfunktion
Hintergrund: Warum Meta seine eigenen Mitarbeiter „rekrutiert“
Laut internen Aussagen glaubt Meta‑CEO Mark Zuckerberg, dass Meta‑Ingenieure intelligenter und zuverlässiger seien als externe Datenlabeler.
Daher sollen interne Teams:
- realistische Nutzerdaten erzeugen
- komplexe Aufgaben simulieren
- KI‑Modelle auf menschliche Arbeitsweisen trainieren
Doch der Preis dafür ist hoch – und wird nun öffentlich sichtbar.
Führungsebene reagiert: Fehler eingeräumt, Maßnahmen angekündigt
Sowohl Produktchef Chris Cox als auch Mark Zuckerberg selbst haben inzwischen Fehler eingeräumt.
Geplante Maßnahmen:
- bessere Teamstrukturen
- mehr Stabilität nach den massiven Entlassungswellen
- Entlastung der Manager, die teils bis zu 50 Mitarbeiter führen müssen
Ob das reicht, ist fraglich – die Stimmung bleibt angespannt.
Einordnung: Warum dieser Skandal Metas KI‑Strategie gefährdet
Der interne Aufstand zeigt, wie riskant Metas aggressiver KI‑Kurs ist. Drei zentrale Probleme stechen hervor:
- Moralischer Kollaps
Mitarbeiter fühlen sich entwertet, überwacht und in ihrer beruflichen Entwicklung ausgebremst. - Produktivitätsverlust
Hochqualifizierte Entwickler verschwenden Zeit mit Routineaufgaben, statt an innovativen Produkten zu arbeiten. - Reputationsschaden
Der Begriff „Gulag“ in Verbindung mit Meta verbreitet sich rasant – ein PR‑GAU, der auch die Außenwahrnehmung von Metas KI‑Initiativen belastet.
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